#bloggeralphabet: H wie Headlines

#bloggeralphabet: H wie Headlines - ein Bloggerprojekt von neontrauma.de

Auf neontrauma.de hat die gute Anne erneut einen Buchstaben gezogen und das H ist dran. Ein passender Augenblick, ein bisschen über Headlines/Überschriften zu plaudern – und genau das werde ich in diesem Artikel tun. Anne hat wie für ihr #Bloggeralphabet üblich, wieder einige Fragen vorbereitet, daher fühle ich mich jetzt aufs Großartigste interviewt und würde mich freuen, wenn ihr nach dem Lesen meine am Ende stehende Frage beantworten würdet.

Schreibst du zuerst deine Überschrift und dann den Beitrag, oder andersherum?
Grundsätzlich ist es nicht ganz einheitlich, manchmal geistert mir schon unterwegs in der Bahn oder während ich ein Rezept probiere, eine tolle Überschrift im Kopf herum. Meistens ist es aber so, dass ich zuerst schreibe und dann schaue, was beim letztendlich finalen Artikel noch passt.

Bei den Unterüberschriften verfahre ich übrigens so ähnlich: ich habe in der Regel den Text fertig und schaue dann, wo noch zusätzliche Zeilenumbrüche und Überschriften dabei helfen, die Lesbarkeit zu steigern.

Warum klickst du andere Blogposts an – wie wichtig ist dir dabei die Headline?
Oh ganz ehrlich: mich treiben diese “Sie wollte nur kurz die Tür öffnen und du ahnst nicht, was dann passiert ist”-Überschriften und auch diese “Erfahre jetzt, wie du mit DIESEN 50 SEO-Tipps sofort reich wirst oder stirb dumm!”-Titel in den Wahnsinn. Manchmal klicke ich tatsächlich rein und bin dann in 90% der Fälle von dem Artikel enttäuscht, weil er so reißerisch ist und viel verspricht, aber am Ende hält er nichts von dem.

Ein Blog überzeugt mich nicht ausschließlich durch Überschriften, die einem Goetheband entsprungen sein könnten. Dafür kenne ich das selbst viel zu gut, wenn der Artikel seit zwei Stunden fertig ist und die Überschrift heißt noch “Kirschkuchen”.
Ich will wissen, worum es in dem Beitrag geht und wenn ich dann noch im Exposé oder dem ersten Absatz gefesselt bin, dann lese ich weiter.

#bloggeralphabet: H wie Headlines - ein Bloggerprojekt von neontrauma.de

Achtest du dabei auf bestimmte Kriterien oder probierst verschiedene Varianten aus, oder schreibst du einfach drauflos?
Da mein Blog verschiedene Themen behandelt und ich mir gut vorstellen kann, dass sich die wenigsten Leser wirklich für alle Schwerpunkte begeistern, versuche ich eigentlich nur eins in meinen Überschriften: klar erkenntlich zeigen, worum es in dem Beitrag geht.
Zwischendrin denke ich daher auch an Kürzel zu Beginn der Headline, wie etwa “DIY: Wie du Wasserflaschen mit diesem simplen Trick einfach selbst befüllst!”. Aber das vergesse ich manchmal zwischendrin oder dann gefällt es mir auch zeitweise nicht mehr… übrigens: wehe einer sucht diesen Artikel hier im Blog.

Hat sich der Stil der Headlines in deinem Blog im Laufe der Zeit verändert?
Auf jeden Fall. Ich finde aber auch, dass er zwischen den Kategorien deutlich variiert. In manchen versteckt sich auch eine ganz eigene Komik und ich hoffe immer, dass sie jemand entdeckt und sich eins ins Fäustchen lacht. Womit wir das zweite Mal in nur einem Artikel bei Goethe wären…

Grundsätzlich versuche ich immer auch, meine Überschriften sprechen zu lassen. Ob ich das nun für mehr Interesse meiner Leser mache oder schlicht deshalb, um mir selbst ein kleines Denkmal zu bauen, weil ich mir mit dem Probieren und Verändern verschiedener Rezepte, dem Backen, dem Fotografieren und Schreiben, sowie dem Essen…zu viel Mühe gebe, als das ich meinen “zartschmelzenden Kirschkuchen mit Streuseln nach alter Tradition” einfach “Kirschkuchen mit Streuseln” betiteln könnte.

#bloggeralphabet: H wie Headlines - ein Bloggerprojekt von neontrauma.de

Zum Thema Überschriften gibt es mittlerweile ja Dutzende von Blogposts. Liest du so etwas?
Jein. Ich lese solche Blogposts, gerade wenn sie von Bloggern geschrieben wurde, deren Texte ich eh lese. Aus bestimmten Gründen lese ich deren Artikel ja und wenn ich von ihnen Tipps bekomme, dann immer her damit.
Gezielt auf die Suche nach solchen Posts gehe ich allerdings nicht, schon allein, weil ich da gar nicht dran denke. Und weil mir oben erwähnte Welle wirklich stark zusetzt.

Und ihr? Gefallen euch meine Überschriften?

Es ist eigentlich noch zu früh, um selbstkritisch zu sein. Daher meine Frage an euch: mögt ihr meine Überschriften? Bei all der oben genannten Selbstbeweihräucherung, sollen die Überschriften ja vor allem eins: euch gefallen. Findet ihr, ich könnte das besser machen und sie interessanter gestalten oder seid ihr ganz zufrieden damit?
Schreibt mir mal – ich freu mich drauf. ♥

Ähnliche Artikel, wie dieser hier

5 comments

  1. Also negativ aufgefallen sind mir deine Überschriften noch nie, aber ich folge dir auch noch nicht so lange und achte kaum auf Überschriften, wenn ein Blog erstmal im Feedreader gelandet ist.
    Ich glaube, ich sollte mir für meine Beträge langsam auch mal bessere Überschriften überlegen… so langsam sehe ich da doch einen Vorteil für das Suchen drin…
    Liebe Grüße

  2. Hallo Lara,

    “Erfahre jetzt, wie du mit DIESEN 50 SEO-Tipps sofort reich wirst oder stirb dumm!” – haha, ich musste gerade so lachen. :D Mir geht’s da genauso wie dir, diese übertriebenen Headlines finde ich ganz gruselig.

    Deine Überschriften finde ich ziemlich gut so, wie sie sind. Kurz und knackig, und man weiß direkt, was einen im Beitrag erwartet. Ich würde sie vielleicht allenfalls noch etwas vereinheitlichen; du hattest neulich ja mal in einem Post das “diy” als Stichwort einfach so vor den eigentlichen Titel gestellt, dann mal mit einem Doppelpunkt abgetrennt und bei den älteren Beiträgen in eckigen Klammern davorgestellt.

    Liebe Grüße
    Anne

    1. Danke Anne. Das mit den Klammern etc ist sogar beabsichtigt, weil die Klammern in der neuen Schriftart schlichtweg blöd ausschauen. Aber mich stört das auch, dass ich da kein einheitliches System habe. Da muss ich nochmal ein bisschen nachsitzen. ;)

  3. Interessanter Artikel! Ich habe das Gefühl, dass ich meine Überschriften öfters mal ein wenig stiefmütterlich behandle. Meistens will ich einfach das der Artikel online geht und habe dann nicht die Geduld noch zu lange an einer super Überschrift zu basteln. Dabei finde ich Überschriften schon ziemlich wichtig. Mindestens genauso wichtig wie das Bild, dass den Artikel ziert.

    Liebe Grüße,
    Marie von http://www.coffeeandclay.wordpress.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.