Die Herrin der Stürme – Marion Zimmer Bradley

Marion Zimmer Bradley ist eine der ersten Autorinnen, die ich in meiner Jugendzeit lieben gelernt habe. Verschlungen habe ich ihre gesamte “Die Nebel von Avalon”-Saga – nach wie vor kommt da für mich keine andere Erzählung heran. Nie wirklich heran gewagt habe ich mich an ihren Darkover-Zyklus. Das sind ja so unglaublich viele Romane! Als Die Herrin der Stürme gekauft habe, habe ich das auch in halber Unwissenheit getan – denn der Darkover-Bezug fehlte mir auf den ersten Blick völlig.

Das Zeitalter des Chaos

Mittlerweile bin ich etwas vertrauter mit dem Aufbau der Darkover-Romane und blicke auch etwas in der Chronologie durch. Die Herrin der Stürme ist theoretisch der zweite Teil der Buchreihe, enthält aber eine in sich geschlossene Handlung und spielt auch ungefähr tausend Jahre nach dem ersten Teil. Während Teil eins noch ein Science-Fiction-Roman ist, wissen die Figuren aus diesem Teil nicht mehr, dass sie die Nachfahren von gestrandeten Raumfahrern sind.

Inzwischen hat sich aus den Nachfahren eine Gesellschaft entwickelt, die unserem Mittelalter ähnelt. Mit einem gewaltigen Unterschied: das Laran. Diese Fähigkeit, die magischen Kräften gleich kommt, wird innerhalb der adligen Familien vererbt und kann unterschiedliche Gesichter haben. Wie der Titel schon vermuten lässt, kann die Die Herrin der Stürme das Wetter kontrollieren. Das wäre eventuell nicht weiter tragisch, wenn die Tochter von Lord Aldaran nicht gerade erst zehn Jahre alt wäre & das Laran bei ihr besonders stark wäre.

In den schroffen Bergen Darkovers wird ein Kind geboren, vor dem der gesamte Planet eines Tages erzittern wird. Kaum ist die Tochter des Herrn von Rockraven zehn Jahre alt, beginnen sich in ihr die geheimnisvollen Fähigkeiten ihrer Vorfahren zu regen – denn Dorilys ist die Herrin der Stürme, die mit Kraft ihrer Gedanken die Urgewalten entfesseln kann! (Quelle)

Verwöhntes Kleinkind macht alles kaputt

So oder so ähnlich könnte man die Handlung des Buches herunterbrechen. Dorilys wird von ihrem Vater wirklich verwöhnt, denn bisher hat er alle seine Kinder verloren. Sicherlich nachvollziehbar, aber als Leser möchte man den armen Irren trotzdem mehrfach heftig schütteln. Und während Dorilys wie ein nach Bonbons schreiendes Kleinkind in Rüschchenkleidern wirkt, ist ihr Halbbruder Donal der eigentliche Sympathisant der Geschichte. Es macht einfach Spaß, zu lesen, wie er sich entwickelt und welche Reife er zeigt. Auch für die kleine Dorilys, die mehrfach von ihren Fähigkeiten entsetzt ist, ist er eine gute Stütze.

Die Handlung der Personen endet in diesem Teil, es ist daher eine gute Möglichkeit, herauszufinden, ob die Welt Darkover sich zum Lesen eignet. Mich hat sie auf jeden Fall angefixt, denn ich bin ganz fasziniert von dem Laran und der ganzen verrückten Zucht-Geschichte, um das Laran zu verstärken. Dorilys ist hier ein trauriger Gipfel, der zeigt, wie schnell diese Kraft nicht mehr zu halten ist und über das Fortbestehen oder den Untergang ganzer Königreiche entscheidet.

Meine finale Bewertung für Die Herrin der Stürme

Allgemeine Bewertungskriterien

  1. Spannung:
  2. Romantik:
  3. Unerwartete Wendungen:
  4. Liebevolle Details:

Kriterien für Fantasy

  1. Fantastische Völker:
  2. Epische Schlachten:
  3. Magie und Zauberei:
  4. Idee:

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