Fingerhut-Sommer – Ben Aaronovitch

Mit “Fingerhut-Sommer” schreibt Ben Aaronovitch bereits den fünften Roman aus seiner “Die Flüsse von London”-Buchreihe. Obwohl das Prinzip der Reihe für mich voll aufgeht und ich die Buchreihe sehr gern mag, bin ich mir nicht sicher, ob ich diesen Teil empfehlen kann.

Eine Reise ins Nirgendwo

Der Grund für meine Empfehlungs-Hemmung ist wohl, dass dieser Teil ganz anders ist, inhaltlich. Spielten die letzteren Teile fast ausschließlich in London, geht es nun aufs Land hinaus. Das ist allerdings wirklich ziemlich langweilig (und als gebürtiges Landei kann ich das durchaus bewerten). So schleppt sich die Erzählung trotz erneut liebevoller Nebencharaktere und dem gewohnten Humor von Ben Aaronovitch etwas mühselig dahin.
Auch die Lösung selbst, das mag bei Fantasy-Romanen jetzt etwas dämlich klingen – ist mir zu abgedreht. Die ganze Handlung konnte mich diesmal nicht begeistern. Am Ende war es bei diesem Teil leider wirklich nur der Humor von Ben Aaronovitch, der mich am Ball bleiben ließ. Fast so, als hörte man einem Freund zu, der von einem langweiligen Tag im Büro erzählt. Es kann wohl nicht immer was spannendes passieren.

Obwohl sich Police Constable Peter Grant schon unwohl fühlt, wenn er Londons Skyline auch nur ein paar Kilometer weit hinter sich lässt, wird er jetzt in die tiefste Provinz geschickt: in einen kleinen Ort in Herefordshire – wo sich Fuchs, Hase und der Dorfpolizist Gute Nacht sagen. Aber es werden zwei Kinder vermisst, und ihr Verschwinden erfolgte womöglich unter magischen Umständen. Also muss Peter notgedrungen sein angestammtes Biotop verlassen. Mit der Flusstochter Beverley Brook begibt er sich mutig nach Westen, hinein ins ländliche England … (Quelle)

Die Flussgöttin im Schlepptau

Eines muss ich als Lesley-Fan wieder feststellen, ihre derzeitige Degradierung zur Randfigur gefällt mir nicht. Ich verstehe natürlich den Grund, bin aber mit der Gesamtsitation unzufrieden. Dennoch schließe ich Beverley langsam wirklich ins Herz, denn sie ist ein echter Schatz und soll zum GLück auch gar kein “Ersatz” für Lesley sein. Die Beziehung zwischen ihr und Peter ist so anders, als die zwischen Lesley und Peter. Und es macht tatsächlich Spaß, den beiden bei ihren Dialogen und Handlungen “zuzulesen”.

Ich kann diesen Teil insgesamt eigentlich nicht empfehlen. Der Vollständigkeit halber sollten ihn Fans gelesen haben, damit sie die Entwicklung der Charaktere und die 2-3 Momente der “größeren Handlung” nicht verpassen. Aber ansonsten hoffe ich wirklich nur, dass der neue Teil wieder spannender wird. Und nicht ganz so abstrus. ;)

Meine finale Bewertung für Fingerhut-Sommer

Allgemeine Bewertungskriterien

  1. Spannung:
  2. Romantik:
  3. Unerwartete Wendungen:
  4. Liebevolle Details:

Kriterien für Fantasy

  1. Fantastische Völker:
  2. Epische Schlachten:
  3. Magie und Zauberei:
  4. Idee:

Fingerhut-Sommer - Die Flüsse von London - Ben Aaronovitch - Buchreview auf lifesayshello.com

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