Trümmerwelt

Nachdem ich in letzter Zeit vor allem Fantasy-Romane gelesen habe (ist euch vielleicht aufgefallen) und meine beiden anderen Herzens-Genres etwas zu kurz gekommen sind, hat es mich sehr gefreut, den Roman „Trümmerwelt“ der deutschen Autorin Maike Ruppelt lesen zu dürfen. Als kleiner Trekkie aus Kindertagen und großer Fan von Space-Odysseen war ich zugegeben sehr neugierig auf den Auftakt dieser Trilogie.

Ein leerer, kaputter Planet mit 1,5 Menschen

Für mich immer ungewöhnlich ist die Ich-Perspektive, denn sie zwingt den Leser, die Welt aus den Augen einer fremden Person zu betrachten. So beginnt auch das erste Kapitel von „Trümmerwelt“ aus der Perspektive eines Mädchens, dass sich schnell als einer der letzten Menschen auf dem Planeten entpuppt. Dieser ist zu allem Überfluss noch postapokyptisch ziemlich im Eimer und die einzige Gesellschaft, die die Ich-Erzählerin hat, ist ein ziemliches Ekel.
Zum Glück gewöhnt man sich recht schnell an die Erzählerin und kann dann gut in die Geschichte einsteigen.

Juli 2079 – Auf der ganzen Erde sind nur noch zwei Personen am Leben. Und eine davon ist nicht einmal ein richtiger Mensch.
Auf der Suche nach Antworten kommt Cassie nicht nur der Ursache für die Katastrophe auf die Spur, die so viele Menschen ausgelöscht hat, sondern wird auch mit einer neuen Bedrohung konfrontiert, welche den Planeten diesmal endgültig vernichten könnte.
Ihr einziger Begleiter in dieser trostlosen Welt bringt ihrer verlorenen Menschlichkeit nur Verachtung entgegen, doch um zu überleben, muss sie sich mit ihm verbünden… (Quelle)

Schöner Auftakt mit einer großen Schwäche

Ich habe das Buch in einem Tag durchgelesen und bin unterm Strich wirklich begeistert von der Story. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und denkt man an einigen Stellen, wie vorhersehbar doch die nächsten Kapitel sein werden, ploppt doch noch eine andere Wendung auf und zuweilen wird es sogar leicht abstrus. All das bekommt der Story und gibt ihr eine angenehme Tiefe.
Dennoch gibt es einen Wendepunkt, den ich unglaublich übertrieben finde. Und zwar ist das der im Klappentext angesprochene Moment, in dem sich beide Charaktere verbünden. Das geschieht einfach zu plötzlich und kaum nachvollziehbar. Da stehen jahrelanger Hass, der mit starker Gewalt einherging und dann stellen beide fest, dass sie miteinander klar kommen müssen und genau das klappt auch direkt.

Diese Schwäche muss ich dem Buch leider negativ anrechnen, auch wenn die Story im Großen und Ganzen wirklich lesenswert ist.

Trümmerwelt, Cassie-Trilogie, Buch 1 - Maike Ruppelt - Buchrezensionen auf lifesayshello.com

Meine finale Bewertung für Trümmerwelt*

  • Schreibstil:
  • Lesbarkeit:
  • Idee:
  • Inhalt innerhalb des Genres**:
  • Liebevolle Details:
  • Gesamt:

Titel: Trümmerwelt (Cassie-Trilogie, Buch 1)
Autorin: Maike Ruppelt*
Originalsprache: deutsch
gelesen auf: deutsch
Version: eBook
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform; Auflage: 1 (25. August 2014)
ASIN: B06XR13P43
ISBN: 978-1500905477
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 480 Seiten
Preis: 12,99€ (TB), 5,99€ (eBook)

* Mir wurde freundlicherweise von der Autorin ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies hat meine Meinung zum Buch jedoch nicht beeinflusst.
**Kennt ihr das? Manchmal sind Bücher wunderbar – aber eben nicht das, was sie versprechen. Ein Fantasyroman ohne fantastische Elemente? Eine Schnulze ohne Knutscherei…ihr wisst schon, was ich meine. ^^

Trümmerwelt, Cassie-Trilogie, Buch 1 - Maike Ruppelt - Buchrezensionen auf lifesayshello.com

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